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Die zauberhafte Lorenzkirche ist ein ganz besonderes Kunstwerk – manche sagen: die einzige „komplette“ hochgotische Kirche. Denn Sie besuchen hier nicht nur ein Bauwerk, das trotz Bombardierung in seiner Struktur intakt geblieben ist. In der Lorenzkirche sind außerdem auch die Fenster und fast alle Kunstwerke noch Originale des späten Mittelalters.

Dank der umsichtigen Nürnberger Bürger blieben die Kunstwerke über die Reformation hinaus bewahrt und waren im zweiten Weltkrieg eingelagert. Mit dem Bau der hochgotischen Basilika wurde zwischen 1243 und 1315 begonnen. An der Stelle der heutigen Lorenzkirche befand sich vorher eine Kapelle, die dem „heiligen Lorenz zum heiligen Grab“ geweiht war.

Geschichte

Vermutlich ist die Pfarrei schon vor 1275 selbständig, ganz sicher aber ab 1315. Damals leben in Nürnberg etwa 10.000 bis 15.000 Bürger, denen eine Bürgerkirche auf der Lorenzer Seite der Stadt Nürnberg am Herzen liegt.

In den Jahren zwischen 1439 und 1477 entsteht der Hallenchor. Wenn man die Kirche vom eher dunklen Hauptportal her betritt, zieht der vom Licht erfüllte Hallenchor mit seinen wunderbaren Glasfenstern bis heute alle Besucherinnen und Besucher in seinen Bann. Ab 1522 wirkt Andreas Osiander als Prediger an St. Lorenz. 1524 wird die Reformation in Nürnberg eingeführt. Aber der Rat der Stadt entscheidet, dass die Kunstwerke in der Lorenzkirche nicht entfernt werden sollen.

Deshalb finden sich bis heute noch viele vorreformatorische Kunstwerke in der Lorenzkirche wie z.B. der Engelsgruß von Veit Stoß und das Sakramentshaus von Adam Kraft.

In den Jahrhunderten danach gibt es nur kleinere und größere Teilschäden (z.B. durch einen Brand). Aber am Namenstag der Kirche, dem Laurentiustag (10. August) 1943, wird die Lorenzkirche das erste Mal von Bomben getroffen und erheblich zerstört. Eine weitere Bombe bringt am 2. Januar 1945 das gesamte Dach des Langhauses zum Einsturz. Einige Kunstwerke (wie z.B. der Engelsgruß) sind im Nürnberger Kunstbunker in Sicherheit gebracht oder aber eingemauert worden (wie z.B. das Sakramentshaus).

Nach dem 2. Weltkrieg wollen die Lorenzer Kirchengemeinde und Nürnberger Bürger die Lorenzkirche schon bald wieder aufbauen. Aber erst nach langen und mühevollen Arbeiten kann am Laurentiustag, dem 10. August 1952, der erste Gottesdienst in der wiederhergestellten Kirche stattfinden. Im Jahr 2002 wird – 50 Jahre danach – an diesen Wiederaufbau erinnert und ein großes Jubiläum gefeiert.

Mehr zur Geschichte

Aktuelles

Die Bänke sind wieder zurück im alten Abstand. Die Inzidenzwerte in Nürnberg sind aber noch immer unglaublich hoch. Darum bitten wir Sie trotzdem, in der Kirche weiterhin FFP2-Maske zu tragen. Und wenn Sie dann auch noch ein wenig Abstand hielten…

Für diejenigen, die weiterhin lieber zuhause bleiben und für die durch das Internet gewonnenen neuen Freund*innen produzieren wir wöchentlich eine Kurzandacht, die jeden Samstag online verfügbar ist. Außerdem stellen wir einmal im Monat einen sonntäglichen Impuls ins Internet. Einen Überblick hierzu finden Sie in unserer Mediathek.

Derzeit finden Hauptgottesdienste sonntags um 10 Uhr, Kurzandachten montags bis freitags um 17 Uhr und Gottesdienste mit Abendmahl donnerstags um 18.30 Uhr statt.

Unsere Besichtigungszeiten sind montags bis samstags von 9 bis 17.30 Uhr und sonntags von 13 bis 15.30 Uhr. An Feiertagen endet die Besuchszeit um 16.30 Uhr.

Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln:

Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske.

Wenn Sie sich krank fühlen, bleiben Sie bitte zu Hause.

Glocken

Die Lorenzkirche in Nürnberg verfügt über ein bedeutendes Geläute von sechzehn Glocken.

Laurentius

Der heilige Laurentius ist der Namenspatron der Lorenzkirche. Sein Fest wird am 10. August gefeiert.

Gänsebücher

Das „Gänsebuch“ ist ein zweibändiges Messbuch aus dem Mittelalter. Es ist bekannt für seine satirischen Illuminierungen.

Führungen

Erfahren Sie bei einer Kirchenführung mehr über die gotische Architektur und die zahlreichen Kunstwerke.