Verein zur Erhaltung der Lorenzkirche

Der Verein dient der baulichen Erhaltung der Lorenzkirche und ihrer Ausstattung. Er unterstützt darin die Kirchengemeinde St. Lorenz. Mit der Lorenzkirche ist uns eine der schönsten Großkirchen der Gotik im deutschsprachigen Raum anvertraut.

In ihr verschmelzen Architektur höchster Qualität und Kunstwerke von Weltrang zu einem einzigartigen Zeugnis des Glaubens und der Kunst. Der Verein macht es sich seit über 120 Jahren zur Aufgabe, die Erhaltung der Lorenzkirche zu unterstützen.

Der Unterhalt dieses großartigen Bauwerks kostet rund 3.000 Euro pro Tag. Trotz der Zuschüsse von Kirche und Staat bleibt der Kirchengemeinde ein enormer Betrag, der jedes Jahr aufgebracht werden muss. Daher ist die Lorenzkirche dringend auf Freunde und Gönner angewiesen.

Wenn Sie sich der Lorenzkirche verbunden fühlen, wenn Sie auch fasziniert sind von ihrer Schönheit, dann freuen wir uns, wenn Sie Mitglied in unserem Verein werden. Denn die Mitglieder verbindet eines: die Liebe zur Lorenzkirche und der Wille, sie für die kommenden Generationen zu erhalten!

Jedes Jahr im Juli veranstaltet der Verein mehrere „Lorenzer Sommerabende“ um ein Thema der Lorenzkirche herum. Diese Vortragsabende mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten zu den verschiedensten Themenfeldern münden in erstklassigen Publikationen über die gotische Kirche und ihre Kunstschätze. Auch Exkursionen und Besichtigungen laufender Restaurierungsmaßnahmen gehören zu den zentralen Programmpunkten des Vereins. Als lebendiger Verein ist er auch für neue Ideen offen und bietet Menschen auch außerhalb des klassischen Gemeindelebens eine Heimat in St. Lorenz.

Wir freuen uns daher sehr, Sie als Mitglied in unserem Verein begrüßen zu dürfen! Der Jahresbeitrag liegt bei mindestens 40 Euro und ist natürlich steuerlich absetzbar.

Werden Sie Wohltäter*in und unterstützen Sie die Lorenzkirche mit Ihrer Mitgliedschaft!

Selbstverständlich freuen wir uns auch über einzelne Spenden auf folgendes Konto:
Sparkasse Nürnberg
IBAN: DE22 7605 0101 0001 3382 38
BIC: SSKNDE77XXX

Beitrittserklärung

Name
Der Jahresbeitrag liegt bei mindestens 40 EUR.

Organe und Gremien

Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

Der Vorstand besteht aus:
1. Vorsitzende Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein, Inhaberin der 1. Pfarrstelle an St. Lorenz
2. Vorsitzender Dr. Christoph von Imhoff
Schatzmeister Lutz Horand
Schriftführer Dr. Marco Popp

Beisitzer bzw. Beisitzerin:
Dr. Jonathan Daniel
Dr. Thomas Eser
Dr. Andrea Schwarz

Unsere Satzung finden Sie hier als PDF-Datei zum Download
Satzung des VzE (PDF-Datei 86 KB)

Kontakt

Verein zur Erhaltung der Lorenzkirche in Nürnberg e.V.
Lorenzer Platz 10, 90402 Nürnberg
Tel. (0911) 244 699 – 15
1. Vorsitzende Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein 
Email: claudia.voigt-grabenstein@elkb.de

Aktivitäten

Kirche von Bürgern für Bürger.

Seit über 120 Jahren macht es sich unser Verein zur Aufgabe, einen erheblichen Beitrag zu den Bau- und Unterhaltskosten der Dauerbaustelle Lorenzkirche zu leisten.

In Kürze finden Sie hier Berichte zu aktuellen Projekten des Vereins.

Geschichte

Unser Verein wurde am 16. März 1903 von 48 engagierten Bürgern als „Verein zur Wiederherstellung der St. Lorenzkirche Nürnberg“ gegründet. Die Lorenzkirche befand sich damals in einem sehr schlechten Zustand. Unzureichender Bauunterhalt über Jahrhunderte und aggressive Luftschadstoffe infolge Industrialisierung und Hopfenschwefelung hatten dem relativ weichen Burgsandstein enorm zugesetzt, aus dem man im Mittelalter die Kirche errichtet hatte. Ziel des Vereins sollte in erster Linie sein, die finanziellen Mittel für die erste Gesamtrestaurierung insbesondere des Baukörpers zu beschaffen.

Notmaßnahmen zur baulichen Sicherung waren bereits ab 1899 erforderlich gewesen. 1902 begann daher Architekt Josef Schmitz, der bereits durch die Restaurierung der Sebalduskirche über reichhaltige denkmalpflegerische Erfahrung verfügte, mit einer umfassenden Instandsetzung. Hierfür richtete man eine eigene Bauhütte mit einem festen Personalstamm ein. In Abschnitten wurde ab sofort schadhafter Burgsandstein gegen härteren Quarzit ausgetauscht, wobei man im Bereich der Bauplastik verwitterte Formen streng rekonstruierte und die Originale in einem Lapidarium sammelte. Um dies zu finanzieren, erhob der Verein nicht nur Beiträge gegenüber seinen Mitgliedern, sondern führte auch Haussammlungen durch. Hinzu kamen Vermächtnisse und Erbschaften. Bereits am Ende des ersten Jahres verfügte der Verein über ein Vermögen von beachtlichen 100.000 Mark, was einer heutigen Kaufkraft von rund 700.000 Euro entspricht. Jedoch gestalteten sich die finanziellen Verhältnisse zunehmend schwierig, weshalb der Verein schließlich auch Lotterien durchführte. Der Verkauf der Lose erfolgte in der Regel über Banken im gesamten Reichsgebiet, rund die Hälfte des Gesamterlöses wurde als Gewinne ausgeschüttet. Bis 1933 konnte man so beachtliche Mittel für die Lorenzkirche generieren, wenn auch mit nachlassendem Erfolg. Am 1. Mai 1928 übernahm der bisherige Bauleiter, Architekt Otto Schulz, die Oberleitung der Arbeiten. Die Wirtschaftskrise der Weimarer Republik ließ nicht nur die Mittelbeschaffung, sondern auch die Arbeiten an der Kirche zunehmend langsamer vorangehen. Dennoch gelang es bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, die Außenrestaurierung fast komplett abzuschließen.

Otto Schulz war es auch, der zusammen mit dem damaligen städtischen Denkmalpfleger Julius Lincke sowie dem Juristen Konrad Fries und Heinz Schmeißner als Referenten des Hochbauamts ab 1939 maßgeblich dafür sorgte, dass fast alle Kunstwerke in Bunkern sowie Orten außerhalb der Stadt in Sicherheit gebracht werden konnten. Ortsunveränderliche Kunstwerke wie Sakramentshaus, Hauptportal und Hornsches Epitaph schützte man durch Ummauerungen. Dies verhinderte natürlich nicht massive Bauschäden infolge der Bombardements bis in den April 1945 hinein.

Nach Kriegsende kam auf unseren Verein daher eine gewaltige Herausforderung zu. Dachwerke und Gewölbe waren weithin ruinös oder ganz zerstört, im aufgehenden Mauerwerk klafften teils große Lücken. Den Auftrag zum Wiederaufbau erhielt wiederum Julius Lincke. Streng nach dem zerstörten Vorzustand und auch mit überwiegend denselben Techniken und Materialien wie zur Bauzeit machte man sich ab Herbst 1945 an die Arbeit. Bis zum Erntedankfest 1949 war das Langhaus wiederhergestellt und konnte in Gebrauch genommen werden. Bis Ostern 1952 war dann auch der Chor wiederhergestellt, wodurch die Kirche auf ganzer Fläche wieder genutzt werden konnte. Neben einzelnen Großspendern oblag auch hier die Mittelbeschaffung bis hin zum Betrieb eines Steinbruchs am Schmausenbuck unserem Verein.

Der 1952 noch lange nicht gänzlich abgeschlossene Wiederaufbau ging nach und nach in einen kontinuierlichen Bauunterhalt über, den ab 1956 offiziell der Architekt Georg Stolz leitete. Infolge dieser Veränderung der Hauptaufgabe benannte sich der Verein 1977 in „Verein zur Erhaltung der St. Lorenzkirche in Nürnberg e.V.“ um. Stolz ist auch ganz wesentlich dafür zu danken, dass sich die regelmäßig an die Mitglieder gerichteten Bauberichte in den 1960er und 1970er Jahren zu einer vielbeachteten Schriftenreihe mit wissenschaftlichem Anspruch entwickelten. Weiterhin gab es an St. Lorenz für unseren Verein große Projekte zu stemmen, angefangen von einer Instandsetzung des Nordturmhelms über die Restaurierung eines Großteils der Fenster und Tafelmalereien bis hin zum Westgiebel. 1993 übergab Georg Stolz die Baubetreuung an die Architektin Alexandra Fritsch, deren Arbeit in einer Restaurierung des Hallenchors Ende der 2000er Jahre gipfelte. 2011 wurde zur Vereinfachung der Bezeichnung der Zusatz „St.“ aus dem Vereinsnamen gestrichen. Im Folgejahr übernahm das Architekturbüro Conn & Giersch die Baubetreuung. Nach einer umfangreichen Restaurierung des Langhauses inkl. Dachneueindeckung wird deren Aufgabe in den kommenden Jahren darin bestehen, die Westfassade inkl. der Türme einer längst fälligen Instandsetzung zu unterziehen. Wieder wird es die Aufgabe unseres Vereins sein, hierzu einen gewichtigen Teil der Mittel zu beschaffen.

Publikationen

Unser Verein unterstützt nicht nur den Bauunterhalt von St. Lorenz, sondern setzt sich auch aktiv für die wissenschaftliche Erforschung unserer Kirche ein. War es vor dem Zweiten Weltkrieg und in den Jahren des Wiederaufbaus noch üblich, die Mitglieder (nur) in Form von gedruckten Bauberichten über den Stand der Maßnahmen auf dem Laufenden zu halten, so hat sich daraus besonders ab den 1960er und 1970er Jahren eine Schriftenreihe entwickelt, die Aufsätze mit wissenschaftlichem Anspruch enthält. Sie erscheint seither jährlich und stellt neben den Bauberichten die gedruckten Aufsätze der Lorenzer Sommerabende ins Zentrum, die die Lorenzkirche kunstwissenschaftlich, aber auch theologisch beleuchten.

Ergänzend zu diesen „Lorenzer Jahresheften“ wurde ab derJahrtausendwende eine Große Schriftenreihe etabliert, in der anlassbezogen nicht nur Grundlagenwerke wie die Hilpertsche Pfarrchronik veröffentlicht wurden, sondern z.B. auch ergänzende Fachaufsätze zu Kunstwerken oder etwa den Lorenzer Orgelwerken.

In der nachfolgenden Tabelle erhalten Sie nähere Informationen zu den einzelnen Beiträgen:

Jahreshefte nach Jahren geordnet (PDF-Datei 140 KB)
Aufsätze, geordnet nach Autoren (PDF-Datei 315 KB)
Große Schriftenreihe (PDF-Datei 97 KB)

Für einen Bezug noch lieferbarer Hefte wenden Sie sich bitte an
vze.lorenzkirche.nuernberg@elkb.de